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Die Feste der Jugend – Hans Bethge

Erst fanden sich die zögernden Hände, Dann hat sich Mund auf Mund gefunden. Du — nun haben die goldenen Stunden Nimmer ein Ende. In blühender Ferne Sind wir allein, Ich fühle nur Dich und den Schein Der unendlichen Sterne. Ich halte Dich fest umschlungen, So schreiten wir sacht Durch die Dämmerungen Der beginnenden Nacht. Sehnsüchtige Flammen Verwirren uns Herz und Sinn, O — nun wandern wir immer zusammen, Meine Königin. IN BLASSEN LÄNDERN . In blassen Ländern, wo auf stolzen Höhen Rotglänzende Burgen in die Freiheit ragen, Möcht ich mit Dir im goldenen Lichte stehen Und Dir die Märchen meiner Sehnsucht sagen. Denn Du, ich weiss es, kannst es ganz verstehen, Dies ewige Wünschen in die ewige Ferne. O dürft ich mit Dir zu den Bergen gehen Und lauschen auf die Lieder meiner Sterne. ABENDSEGEN Wir haben an üppig blühendem Kleefeld, ich und Du, Umflossen vom letzten, lieblichen Sonnenschein, Dicht beieinander in bräutlicher Sehnsucht gestanden. Weisse Schwäne fuhren am Abendhimmel dem Süden zu. Wir sahen ihnen nach, bis sie fern über dem Föhrenhain Langsam in die sinkende Sonne verschwanden. Dann lenkten wir schweigend durch der Wiesen dämmernde Ruh Wieder in das Hasten der Menschen hinein. Wie war das traurig und trübe. Wir gingen in Glanz allein, Und unsere Herzen schwebten in blühenden Rosenlanden . SYLTER STRAND Sieh, nun haschen sich die Sterne Leuchtend durch den ewigen Kreis; Lieder, die kein Seher weiss, Tauchen aus des Lebens Ferne. Sieh, des Mondes Strahlen glühn Silbern durch den bunten Reigen. Unseres Glückes tiefes Schweigen Ist wie dunkles Rosenblühn. Silberlicht und Purpurflammen, Und die Sehnsucht nicht gestillt. Unsere Liebe lodert wild Auf dem schönsten Stern zusammen. AUF SYLT Die Rottgans schrie.


Das Meer lag hüllenlos, Und an den Dünen hing ein letzter Glanz Der Himmelsröte, die den Tag beschloss. Wir wanderten den Strand hinauf. Dein Haar Trieb mit dem Winde. Aus der Brandung stieg Ein raunend Lied, wie eine Sage schön. Wir wanderten den Strand hinauf und stumm: Nur unsere wundertiefe Liebe sprach Manchmal ein Wörtlein, dass des Einen Hand Sich fester in des Andern fügte ein Oder die Augen tauschten einen Kuss. Die Rottgans schrie. Das Meer lag hüllenlos, Und an den Dünen hing ein letzter Glanz Der Himmelsröte, die den Tag beschloss. CLAIR DE LUNE Siehe, nun steigt der silberne Mond Hinter den blühenden Linden auf. Lehne Dein Haupt an meine Brust, Lass uns über den leuchtenden Strom In die Gärten des Friedens gehn. Siehe, nun sind wir zwei Selige ganz. Wie uns der himmlische Schein umfliesst Und die Herzen uns reicher macht, Wandeln wir, ein goldener Traum, Zu den Gärten des Friedens hin. Fühl es, Geliebte: die schimmernde Nacht Rührt mit lockendem Heimatklang All unserer Sehnsucht Tiefen auf. Süsse Geliebte, nun fürchte nichts mehr, Siehe, das leuchtende Ziel ist da: O — nun zieht unser ewiges Glück In die Gärten des Friedens ein.

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