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Schlagwort: Conrad Ferdinand Meyer

Sämtliche Gedichte – Conrad Ferdinand Meyer

Genug ist nicht genug! Gepriesen werde Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte! Tief beugt sich mancher allzureich beschwerte, Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zur Erde. Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube! Die saftge Pfirsche winkt dem durstgen Munde! Die trunknen Wespen summen in die Runde: „Genug ist nicht genug!“ um […]

Plautus im Nonnenkloster – Conrad Ferdinand Meyer

Nach einem heißen Sommertage hatte sich vor einem Kasino der mediceischen Gärten zum Genusse der Abendkühle eine Gesellschaft gebildeter Florentiner um Cosmus Medici, den „Vater des Vaterlandes“, versammelt. Der reinste Abendhimmel dämmerte in prächtigen, aber zart abgestuften Farben über den mäßig Zechenden, unter welchen sich ein scharfgeschnittener, greiser Kopf auszeichnete, an dessen beredten Lippen die […]

Jürg Jenatsch – Conrad Ferdinand Meyer

Die Mittagssonne stand über der kahlen, von Felshäuptern umragten Höhe des Julierpasses im Lande Bünden. Die Steinwände brannten und schimmerten unter den stechenden senkrechten Strahlen. Zuweilen, wenn eine geballte Wetterwolke emporquoll und vorüberzog, schienen die Bergmauern näher heranzutreten und, die Landschaft verengend, schroff und unheimlich zusammenzurücken. Die wenigen zwischen den Felszacken herniederhangenden Schneeflecke und Gletscherzungen […]

Gustav Adolfs Page – Conrad Ferdinand Meyer

In dem Kontor eines unweit St. Sebald gelegenen nürembergischen Patrizierhauses saßen sich Vater und Sohn an einem geräumigen Schreibtische gegenüber, der Abwickelung eines bedeutenden Geschäftes mit gespanntester Aufmerksamkeit obliegend. Beide, jeder für sich auf seinem Stücke Papier, summierten sie dieselbe lange Reihe von Posten, um dann zu wünschbarer Sicherheit die beiden Ergebnisse zu vergleichen. Der […]

Engelberg – Conrad Ferdinand Meyer

Einsam und dunkelzackig stand Des Engelberges schroffe Wand, Ein wild zerrissen Felsgestein, Am Morgenhimmel blaß und rein. Steil senkre manche Schlucht und Rinne Sich von des Gipfels öder Zinne Und stieg in breiten, schattgen Falten Hinunter in der Nebel Walten. Genüber thronte silbergleich Der Titlis in der Lüfte Reich. Leis schwebt ihn an ein Rosenglimmer, […]

Die Versuchung des Pescara – Conrad Ferdinand Meyer

In einem Saale des mailändischen Kastelles saß der junge Herzog Sforza über den Staatsrechnungen. Neben ihn hatte sich sein Kanzler gestellt und erklärte die Zahlen mit gleitendem Finger. »Eine furchtbare Ziffer!« seufzte der Herzog und entsetzte sich vor der Summe, welche die mit Eile betriebenen Festungsarbeiten verschlungen hatten. »Wie viele Schweißtropfen meiner armen hungernden Lombarden!« […]

Die Richterin – Conrad Ferdinand Meyer

»Precor sanctos apostolos Petrum er Paulum!« psalmodierten die Mönche auf Ara Cöli, während Karl der Große unter dem lichten Himmel eines römischen Märztages die ziemlich schadhaften Stufen der auf das Kapitol führenden Treppe emporstieg. Er schritt feierlich unter der Kaiserkrone, welche ihm unlängst zu seinem herzlichen Erstaunen Papst Leo in rascher Begeisterung auf das Haupt […]

Die Hochzeit des Mönchs – Conrad Ferdinand Meyer

Es war in Verona. Vor einem breiten Feuer das einen weiträumigen Herd füllte, lagerte in den bequemsten Stellungen, welche der Anstand erlaubt, ein junges Hofgesinde männlichen und weiblichen Geschlechts um einen ebenso jugendlichen Herrscher und zwei blühende Frauen. Dem Herd zur Linken saß diese fürstliche Gruppe, welcher die übrigen in einem Viertelkreis sich anschlossen, die […]

Der Schuss von der Kanzel – Conrad Ferdinand Meyer

Zween geistliche Männer stiegen in der zweiten Abendstunde eines Oktobertages von dem hochgelegenen Ütikon nach dem Landungsplatze Obermeilen hinunter. Der kürzeste Weg vom Pfarrhause, das bequem neben der Kirche auf der ersten mit Wiesen und Fruchtbäumen bedeckten Stufe des Höhenzuges lag, nach der durch ein langes Gemäuer, einen sogenannten Hacken, geschützten Seebucht, führte sie durch […]

Werke – Conrad Ferdinand Meyer

Mit dem Stifte les ich diese Dinge, Auf der Rasenbank im Freien sitzend, Plötzlich zuckt mir einer Vogelschwinge Schatten durch die Lettern freudig blitzend. Was da steht, ich hab es tief empfunden Und es bleibt ein Stück von meinem Leben – Meine Seele flattert ungebunden Und ergötzt sich drüberhinzuschweben. 1. Vorsaal Fülle Genug ist nicht […]

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