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Schlagwort: Arthur Schnitzler

Spiel im Morgengrauen – Arthur Schnitzler

»Herr Leutnant! … Herr Leutnant! … Herr Leutnant!« Erst beim dritten Anruf rührte sich der junge Offizier, reckte sich, wandte den Kopf zur Tür; noch schlaftrunken, aus den Polstern, brummte er: »Was gibt’s?« dann, wacher geworden, als er sah, daß es nur der Bursche war, der in der umdämmerten Türspalte stand, schrie er: »Zum Teufel, […]

Fräulein Else – Arthur Schnitzler

»Du willst wirklich nicht mehr weiterspielen, Else?« – »Nein, Paul, ich kann nicht mehr. Adieu. – Auf Wiedersehen, gnädige Frau.« – »Aber, Else, sagen Sie mir doch: Frau Cißy. – Oder lieber noch: Cißy, ganz einfach.« – »Auf Wiedersehen, Frau Cißy.« – »Aber warum gehen Sie denn schon, Else? Es sind noch volle zwei Stunden […]

Erbschaft – Arthur Schnitzler

Es war einer jener inbrünstigen Augenblicke, in denen ihn die Empfindung seines Glückes mit unwiderstehlicher Süßigkeit überkam. Er saß vor dem Café Impérial, an einem der kleinen Tische, die man aus den dunstigen Zimmern auf die offene Straße hinausgebracht hatte, wo die Strahlen der Sommernachmittagssonne sengend lagen. Er rauchte andächtig seine Havanna und dachte an […]

Die Tänzerin – Arthur Schnitzler

Unter dem düsteren Bogen des alten Wirtshauses mußten alle Wagen passieren, die den Weg über das Stilfserjoch nahmen. Für die Reisenden, welche von Italien her nach Tirol wollten, war es die letzte Rast vor der Höhe. Zu langem Aufenthalte lud es nicht ein, denn gerade hier lief die Straße ziemlich eben, ohne Ausblicke, zwischen kahlen […]

Prosa – Arthur Schnitzler

Da bin ich nun den ganzen Nachmittag in den Straßen herumspaziert, auf die stiller weißer Schnee langsam herunterschwebte, – und bin nun zu Hause, und die Lampe brennt, und die Zigarre ist angezündet, und die Bücher liegen da, und alles ist bereit, daß ich mich so recht behaglich fühlen könnte … Aber es ist ganz […]

Dramen – Arthur Schnitzler

Hohe Gitter, Taxushecken, Wappen, nimmermehr vergoldet, Sphinxe, durch das Dickicht schimmernd … … Knarrend öffnen sich die Tore. – Mit verschlafenen Kaskaden Und verschlafenen Tritonen, Rokoko, verstaubt und lieblich Seht … das Wien des Canaletto, Wien von Siebzehnhundertsechzig … …Grüne, braune, stille Teiche, Glatt und marmorweiß umrandet, In dem Spiegelbild der Nixen Spielen Gold- und […]

Flucht in die Finsternis – Arthur Schnitzler

Es klopfte; der Sektionsrat erwachte, und auf sein unwillkürliches „Herein“ erschien ohne weiteres der Kellner mit dem regelmäßig für acht Uhr bestellten Frühstück in der Tür. Roberts erster Gedanke war, daß er gestern abend nun doch wieder vergessen hätte, die Tür zu versperren; aber er hatte kaum Zeit, einer Verstimmung über dieses neuerliche Zeichen von […]

Der Weg ins Freie – Arthur Schnitzler

Georg von Wergenthin saß heute ganz allein bei Tische. Felician, sein älterer Bruder, hatte es vorgezogen, nach längerer Zeit wieder einmal mit Freunden zu speisen. Aber Georg verspürte noch keine besondere Neigung, Ralph Skelton, den Grafen Schönstein, oder andere von den jungen Leuten wiederzusehen, mit denen er sonst gern plauderte; er fühlte sich vorläufig zu […]

Das neue Lied – Arthur Schnitzler

Ich bin nicht schuld daran, Herr von Breiteneder … bitte sehr, das kann keiner sagen!« Karl Breiteneder hörte diese Worte wie von fern an sein Ohr schlagen und wußte doch ganz genau, daß der, der sie sprach, neben ihm einherging – ja er spürte sogar den Weindunst, in den diese Worte gehüllt waren. Aber er […]

Das epische Werk – Arthur Schnitzler

Es hört sich an wie ein Märchen … Ein Knabe saß beim Fenster eines Landhauses und blickte nur ab und zu in den Wald hinunter, der gleich an die Villa grenzte und so still dalag, als regte sich kein Zweig in seinem ganzen Bereiche. Es war ein schläfriger Sommernachmittag, und die tiefblaue Luft lag schwer […]

Casanovas Heimfahrt – Arthur Schnitzler

In seinem dreiundfünfzigsten Lebensjahre, als Casanova längst nicht mehr von der Abenteuerlust der Jugend, sondern von der Ruhelosigkeit nahenden Alters durch die Welt gejagt wurde, fühlte er in seiner Seele das Heimweh nach seiner Vaterstadt Venedig so heftig anwachsen, daß er sie, gleich einem Vogel, der aus luftigen Höhen zum Sterben allmählich nach abwärts steigt, […]

Jugendjahre – Arthur Schnitzler

Zu Wien in der Praterstraße, damals Jägerzeile geheißen, im dritten Stockwerk des an das Hotel Europe grenzenden Hauses, kam ich am 15. Mai 1862 zur Welt; und wenige Stunden später, mein Vater hat es mir oft erzählt, lag ich für eine Weile auf seinem Schreibtisch. Ob mir diesen für einen Säugling immerhin ungewöhnlichen Aufenthalt die […]

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